Wie wird getestet?

Exemplarischer Testablauf am Beispiel des "ADAC Test"

Jeder Test ist anders und die Gewichtung der Testdaten kann von Testorganisation zu Testorganisation variieren. Einer der wichtigsten und strengsten Tests für Kindersitze ist der sogenannte „ADAC Test“. An diesem Beispiel haben wir einen exemplarischen Testablauf skizziert:

Der deutsche Automobilclub ADAC untersucht in Zusammenarbeit mit Stiftung Warentest, ÖAMTC und TCS federführend für mehrere europäische Testinstitute mindestens einmal im Jahr Kindersitze aller Normgruppen – von der Babyschale bis zum Modell für Schulkinder. Die Sitze werden in einer Unfallsimulation des Frontaufpralls mit 64 km/h und des Seitenaufpralls mit 50 km/h getestet. Je nach Gewichtsgruppe werden verschieden große Dummys in unterschiedlichen Unfallsituationen verwendet, um die jeweiligen Alters- und Gewichtsgruppen der Kinder möglichst genau abzubilden. Neben den umfangreichen Sicherheitstests beeinflussen auch andere Kriterien, wie die Bedienung und Ergonomie, Reinigung und Verarbeitung sowie Schadstoffprüfung das Testergebnis. Die Sicherheitstests werden auf professionellen Anlagen durchgeführt, um ein möglichst realistisches Unfallgeschehen zu simulieren. Darüber hinaus wird auch der tägliche Gebrauch mit richtigen Kindern geprüft.

Die Testkriterien sind beträchtlich strenger als die gesetzlichen Vorgaben für eine Normzulassung und werden stetig verschärft. So werden die Grenzen für kritische Messwerte kontinuierlich angepasst und die Kategorien regelmäßig überprüft. Seit 2011 werden die Kindersitze beispielsweise auch hinsichtlich Schadstoffbelastung getestet. Auf diese Weise tragen diese Tests dazu bei, die Sicherheit von Kindersitzen und Babyschalen über die Jahre kontinuierlich zu verbessern.