Kauf von gebrauchten Sitzen

Wichtige Tipps und Hinweise

Bitte beachten Sie folgende Punkte, sollten Sie den Kauf eines gebrauchten Sitzes in Erwägung ziehen:

  • Ist die Herkunft des Sitzes bekannt? Der Sitz könnte schon mal einen Unfall gehabt haben. Mögliche Haarrisse sind oft mit bloßem Auge nicht sichtbar.
  • Achtung, auch Kindersitze altern! Spätestens beim dritten Kind auswechseln!
  • Ist die Zulassung noch aktuell? Modelle können oft schon nach drei bis vier Jahren als veraltet gelten.

Was ist das Gefährliche an gebrauchten und alten Sitzen?

Im Laufe der Zeit und insbesondere durch Unfälle können sich sogenannte Haarrisse in der Schale des Kindersitzes bilden. Haarrisse sind Gebrauchsspuren in Form von feinen Rissen, die mit bloßem Auge kaum erkennbar sind, doch die sich durch eine weitere Benutzung stetig vergrößern.

Ein anscheinend harmloser Riss führt plötzlich zu einem Zusammenbruch des Materials. Dies kann schlagartig bei einem Unfall, infolge der großen Kräfte, die bei einem Aufprall auf den Sitz wirken, passieren. Auch aus den zahlreichen unbemerkten Vergrößerungen des Risses, bedingt durch die fast tägliche Beanspruchung des Sitzes durch das Kind, durch Sonneneinstrahlung und anderen Faktoren, die dem Material mit der Zeit zu schaffen machen kann dies resultieren.

Benutzen Sie demnach nur gebrauchte Sitze, die mindestens das Prüflabel ECE-R-44/03 tragen, nicht älter als vier Jahre sind, deren Herkunft bekannt ist (zum Beispiel von den Geschwistern, Ihren Verwandten oder guten Freunden) und die niemals in einen Unfall verwickelt waren, sei der Schaden noch so gering gewesen.

Denken Sie immer daran: Ein gebrauchter Sitz muss genauso gut funktionieren wie ein neuer Sitz und zu dem Kind sowie dem Auto optimal passen. Ansonsten kann er nicht ausreichend Schutz bieten!