Die ECE Norm

International vereinbarte, technische Vorschriften

Die ECE (Economic Commission for Europe) Regelungen bezeichnen einen Katalog von international vereinbarten, einheitlichen technischen Vorschriften für Kraftfahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände, unter die auch Kindersitze fallen. Auch einige nicht europäische Länder erkennen die ECE-Regeln an und erlauben den Gebrauch von ECE-geprüften Kindersitzen, z.B. Japan.

Das Testverfahren nach ECE-Norm

Um die Straßenzulassung vom Gesetzgeber zu erlangen, müssen alle Kindersitze verschiedene Unfallsimulationen gemäß der aktuellen ECE Richtlinie R-44 bestehen: Frontalaufprall mit einer Aufprallgeschwindigkeit von ca. 50 km/h, Heckaufprall mit einer Aufprallgeschwindigkeit von ca. 30 km/h und ein Überschlag. Entsprechend ihrer Gruppe wird mit unterschiedlichen sogenannten „Prüfpuppen“ geprüft.

Übersicht über die verschiedenen ECE Gruppen

Bis zu einem Alter von 12 Jahren oder 150 cm Körpergröße muss ein Kind mittels Kindersitz im Fahrzeug gesichert werden. Zu unterscheiden sind gemäß ECE-Norm 44 fünf Gruppen von Kindersitzen, die jeweils für ein bestimmtes Gewicht geeignet sind. Allgemein gilt: Ist das Kind zu groß oder zu schwer, gehört es in die nächsthöhere Gruppe. Wir warnen aber ausdrücklich davor, das Kind zu früh in die höhere Gruppe zu setzen, denn ein zu großer Sitz kann bei einem Unfall genauso wenig Schutz bieten wie ein zu kleiner!

Welche Gruppen es gibt und in welchem Alter sie etwa genutzt werden, zeigt Ihnen die folgende Graphik. Anzumerken ist allerdings, dass die Altersangabe kein Kriterium darstellt sondern nur der Orientierung dient, sie entspricht lediglich dem Alter des Durchschnittskindes mit dem angegebenen Gewicht. Die Gewichtsklassen überschneiden sich, um Kindern, die nicht dem Durchschnitt entsprechen, einen gewissen Spielraum zu garantieren und um vorzubeugen, dass Kinder zu früh oder zu spät den Sitz wechseln.